Allgemein 13.02.2026

Stark gegen Gewalt – Das Schutzkonzept am LC und Informationen für Eltern

 

Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt und andere Formen von Gewalt – Information für Eltern

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist ein zentrales Anliegen unserer Schule. Aus diesem Grund erarbeiten wir derzeit ein umfassendes Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt und andere Formen von Gewalt, das bis August 2028 fertiggestellt sein muss. Mit diesem Artikel möchten wir die Eltern unserer Lernerschaft über den aktuellen Stand, die Inhalte und das weitere Vorgehen informieren.

Was ist ein schulisches Schutzkonzept?

Ein schulisches Schutzkonzept besteht aus einem Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen, die dazu beitragen, Kinder und Jugendliche wirksam zu schützen und allen Beteiligten Sicherheit im schulischen Alltag zu geben.

Dazu gehören unter anderem:

  • Fortbildungen für alle schulischen Beschäftigten, in denen Grundlagenwissen zu sexualisierter Gewalt vermittelt wird.
  • Präventionsangebote für Lernerinnen und Lerner sowie für Eltern, die der Aufklärung über sexualisierten Missbrauch und andere Formen von Gewalt dienen.
  • Die Entwicklung eines Verhaltenskodexes durch das Kollegium. Dieser enthält verbindliche Regeln zu Nähe und Distanz im Umgang mit Lernerinnen und Lernern und gilt für alle schulischen Beschäftigten. Diese Vereinbarung bietet Schutz für alle: Sie schützt Lernende vor der Anbahnung von übergriffigem Verhalten und schulische Beschäftigte vor unbegründeten Verdachtsmomenten.
  • Ein Schutzkonzept stärkt zudem die Mitbestimmung von Lernerinnen und Lernern sowie Eltern und legt großen Wert auf ein funktionierendes Beschwerdeverfahren – nicht nur im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt.
  • Ein weiterer zentraler Bestandteil ist ein Interventions- bzw. Notfallplan. Dieser regelt Zuständigkeiten und Abläufe im Falle eines Verdachts und bietet allen schulischen Beschäftigten klare Orientierung. Er enthält außerdem ein Rehabilitationsverfahren für den Fall eines unbegründeten Verdachts gegen schulische Beschäftigte.

Damit ein Schutzkonzept wirksam ist und die unterschiedlichen Perspektiven berücksichtigt, wird es nicht „von oben“ verordnet, sondern gemeinsam mit schulischen Beschäftigten, Lernerinnen und Lernern sowie Eltern entwickelt.

Aktueller Stand der Arbeit

Die Entwicklung des Schutzkonzeptes erfolgt in einer Projektgruppe, der 12 Lehrkräfte, Eltern und unsere Schulsozialarbeiterin Frau Desiree Kadesch angehören und die von der Gesamtkonferenz beauftragt wurde.

Ein erster wichtiger Schritt war die Potenzialanalyse, die bereits abgeschlossen ist. Hier wurde zusammengetragen, welche Strukturen, Angebote und Präventionsmaßnahmen an unserer Schule bereits bestehen und gut funktionieren.

Darauf aufbauend wurde eine Risikoanalyse durchgeführt, die ebenfalls abgeschlossen ist. Ziel war es, mögliche Risiken und Problembereiche im Schulalltag sichtbar zu machen. Dabei wurden bewusst verschiedene Gruppen einbezogen:

  • Das gesamte Kollegium sowie die Eltern konnten sich über einen anonymen Fragebogen beteiligen und ihre Einschätzungen und Beobachtungen einbringen.
  • Die Lernerinnen und Lerner wurden altersgerecht beteiligt, indem sie auf einem Plan des Schulgebäudes Angst-, Vermeidungs- und Wohlfühlräume markierten. So konnten konkrete Orte und Situationen identifiziert werden, die aus Sicht der Lernenden als problematisch oder besonders positiv erlebt werden.

Die Ergebnisse dieser Analysen bilden nun die Grundlage für die nächsten Arbeitsschritte, in denen konkrete Maßnahmen, verbindliche Regelungen und Präventionsangebote weiterentwickelt werden.

Ausblick und Beteiligung der Eltern

Damit auch das Kollegium bestens in der Thematik versiert ist, beschäftigt sich der diesjährige kollegiumsinternen Fortbildungstag Ende März ausführlich damit. Weiterhin sind uns Transparenz und Beteiligung in diesem Prozess besonders wichtig. Daher ist ein erster Elternabend zum Thema Schutzkonzept geplant. Weiterführende Informationen dazu erhalten Sie voraussichtlich Anfang April 2026.

Wir danken allen Eltern, Lernenden sowie Kolleginnen und Kollegen herzlich, die sich bereits aktiv beteiligt haben. Über weitere Fortschritte bei der Erstellung des Schutzkonzeptes werden wir Sie regelmäßig informieren.

Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich jederzeit gerne an die Schule oder an die Mitglieder der Projektgruppe wenden.

Schutzkonzept gegen sexualisierte Gesalt

 

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