Allgemein 10.07.2025

Ein Zeichen des Respekts: Lernende des Leifheit-Campus putzen Stolpersteine

 

Ein Zeichen des Respekts: Lernende des Leifheit-Campus putzen Stolpersteine am Tag vor der Zeugnisausgabe

Am letzten Schultag vor den Ferien setzten Lernerinnen und Lerner der 9. Klassen des Leifheit-Campus auch in diesem Jahr ein Zeichen gegen das Vergessen. Bei ihrem Rundgang durch die Stadt reinigten sie die Stolpersteine – jene kleinen, in den Gehweg eingelassenen Messingtafeln, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

Die Aktion fand am Vormittag des 3. Juli statt. Ausgerüstet mit Schwämmen und Putzmitteln machten sich die Jugendlichen auf den Weg, um die 19 Gedenksteine zu polieren, deren Glanz im Laufe des Jahres verblasst war. Der Nationalsozialismus ist Thema des Geschichtsunterrichts in der Jahrgangsstufe 9. Vor dem Rundgang riefen Herr König und Frau Fruhling den Lernenden noch einmal die wichtigsten Daten der NS-Zeit in Erinnerung. Besonderes Thema war in diesem Jahr die Person Günter Leifheits, dessen nationalsozialistische Vergangenheit im vergangenen Jahr in Nassau für Schlagzeilen sorgte. In Anwesenheit von Wolfgang Dorr, dem Vertreter der jüdischen Gemeinde, und Ulrike Weiwad-Klenk, der Vorsitzenden des Beirats für Migration und Integration, sprachen die Jugendlichen anschließend über die Verantwortung, an die Opfer des NS-Regimes zu erinnern. Ulrike Weiwad-Klenk und Wolfgang Dorr hatten das Projekt „Stolpersteine“ vor vier Jahren in Nassau ins Leben gerufen. Danach erarbeiteten die Teilnehmer Kurzreferate über die Schicksale der Menschen, denen die Stolpersteine gewidmet sind. So war der Rundgang für die Lernerinnen und Lerner ein historisches Lernen vor Ort – wie eine Lernerin anschließend hervorhob – und ein bewegender Abschluss des Schuljahres.

Fotos: Ulrike Weiwad-Klenk (Foto der putzenden Schüler) oder Wolfgang Dorr (die anderen)

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